Offene und geschlossene Modelle
Kurz gesagt
Ein geschlossenes Modell ist nur über den Dienst seines Anbieters nutzbar; ein offenes Modell veröffentlicht seine Gewichte, die jeder herunterladen und ausführen kann. Dazwischen unterscheiden sich Lizenzen und Offenheit stark.
Definition
- Ein geschlossenes (proprietäres) Modell ist nur über die App oder API seines Anbieters nutzbar. Seine Parameter, die Gewichte, bleiben geheim.
- Ein offenes Modell (Open Weights) veröffentlicht seine Gewichte: Man kann es herunterladen, auf eigenen Rechnern ausführen und anpassen.
- Ein Modell, das im strengen Sinn Open Source ist, geht weiter: Nach der Definition der Open Source Initiative (2024) muss es auch ausreichende Angaben zu den Trainingsdaten und den Code zur Reproduktion bereitstellen. Nur wenige Modelle erfüllen alle Bedingungen.
Vorteile offener Modelle
- Kontrolle über die Daten: Das Modell kann auf Ihren Servern oder Ihrem Computer laufen, ohne Informationen an Dritte zu senden.
- Anpassung: Es lässt sich für einen bestimmten Zweck nachtrainieren (Fine-Tuning).
- Unabhängigkeit: keine Bindung an einen einzigen Anbieter und dessen Preis- oder Regeländerungen.
Vorteile geschlossener Modelle
- Bei ihrem Erscheinen oft die leistungsfähigsten.
- Keine Installation: Ein Konto genügt.
- Sicherheit, Updates und Infrastruktur übernimmt der Anbieter.
Worauf achten
- Lizenz lesen: Manche „offenen“ Lizenzen schränken die kommerzielle Nutzung ein oder stellen Bedingungen.
- Hardwarekosten: Ein großes offenes Modell braucht leistungsstarke Rechner.
- Verantwortung: In Europa sieht die KI-Verordnung je nach Modelltyp und Einsatz unterschiedliche Pflichten vor.
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